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Radweggalerien bei Altfinstermünz haben den Härtetest bestanden

Radweggalerien bei Altfinstermünz haben den Härtetest bestanden

Mi. 12.06.13

Der Innradweg und Via-Claudia-Radweg ist jetzt bei Altfinstermünz vor Muren sicher. Heuer soll eine Mio. Euro in den weiteren Ausbau investiert werden.

Eine schwierige Etappe auf dem Via-Claudia-Radweg sollte jetzt vor den Kräften der Natur sicher sein: Es ist der Abschnitt von Pfunds-Schalkl nach Altfinstermünz, wo zwei massive Galerien fertig gestellt worden sind. Bei den jüngsten Regenfällen haben die Galerien „Val Spelunca“ und „Val Chastè“ den ersten Härtetest jedenfalls bestanden. Diese Bauform ist mit dem Bundesdenkmalamt in Hinblick auf die Wehranlage Altfinstermünz abgestimmt worden.  Anders als in früheren Jahren ist der Weg nicht mehr von Muren verlegt worden.

Der Bauabschnitt hat mit 680.000 Euro ein Zehntel des Gesamtprojekts gekostet. Bis 2016 werden zwischen Prutz und Nauders in Summe 6,8 Mio. Euro in den Ausbau des Radweges investiert. Zwei Drittel der Kosten werden von der EU, Bund und Land gefördert, den Rest zahlt die Regio­n. Der Tourismusverband Tiroler Oberland etwa steuert rund 900.000 Euro bei.

Der teuerste Abschnitt – die Strecke von Altfinstermünz nach Nauders-Dorf – soll ab 2014 gebaut werden. Die Trasse führt innaufwärts auf Schweizer Gebiet, um dann über schwieriges Gelände in die Reschenstraße einzumünden. Weiter geht’s an der Festung Nauders vorbei bis ins Reschendorf. Anschließend erreichen die Pedalritter den Vinschger Radweg in Richtung Laas und Meran.

Für die Deutschen ist die Via Claudia laut ADAC-Studie nach wie vor die beliebteste Radroute der Deutschen im Ausland. In sozialen Netz­werken stellen die Radfans allerdings fest, dass ein rascher Ausbau der Strecke Prutz–Nauders erwartet wird.